Kapitel 12 Mauern oder schlachten?

Juli 2016
Klingt gefährlich… war es auch irgendwie.
Es gibt diese Tage, an denen man unbedingt weg möchte, weil man Hummeln im Arsch hat. Solch ein Abend war das. Eine Freundin rief an und fragte mich ob ich mit auf die Bierbörse nach Benrath möchte. Kurz überlegt – zugesagt. In Benrath angekommen haben wir uns auch gleich das Angebot angeschaut … Bierangebot…und los geht´s.
Ein Bier… zwei Bier und weiter ziehen.
Einhorn Luftballons kommen uns entgegen und die Meute der Leute wird immer lustiger oder sind das wir?
Beim tschechischen Bier hängen geblieben und ein Sitzplatz ergattert.
Björn sprach uns direkt an und quatschte munter mit meiner Freundin.
Äh hallo? Auch anwesend… egal, da flogen zwischen denen schon die Funken wie an Silvester.
De ja vu… warum werde ich nie angesprochen…. ein roter Faden der sich durch mein Leben zieht.
Sein Freund Bene kam dazu und hatte was leckeres zu essen dabei. Direkt mal eine Pommes geklaut.
Warum auch nicht? Ladylike benehmen funktioniert ab einer bestimmten Biermenge nicht mehr so richtig. Wir kamen ins Gespräch, er hatte diesen leichten Akzent, tja die Bayern halt. Ich wurde ein wenig schwach. Na ja, wir überlegten, wo wir hin gehen wollten. 3 von 4 wollten schlachten, oh Pardon, in den Schlachthof… eine feinste Elektrosause starten, doch eine Dame wollte lieber dem Hip Hop frönen. Da ich natürlich nicht mit 2 Jungs alleine weg gehe, zumal wir die 2 gerade erst kennengelernt haben, schlug ich mich dann auf die Mauern-Seite für den kleinen Club in der Altstadt.

Da Björn schon mehr als verknallt war folgte er seiner Herzensdame und am Ende blieb nur noch Bene übrig. Er schloss sich uns dann an und wir fuhren mit ein paar Freunden von ihnen nach Düsseldorf in die Altstadt.
Ene… mene Muh und auf meinem Schoß bist du, lautete es als die Plätze im Auto vergeben wurden. So sahs ich bei Bene, halb auf dem Schoß, ganz zu seiner Freude da 6 Leute eigentlich einer zu viel ist für ein normales Auto.

In der Altstadt angekommen sind wir auch gleich in den Club gegangen. Zwischen durch hin und wieder mal frische Luft schnappen oder mal entspannt was essen. Bene und ich haben uns das ein oder andere mal raus gemogelt um dann ums Eck zu Quatschen, ich sahs auf seinem Schoss, er streichelte mir den Rücken und wir tranken Bier.
Hunger… Essen… trinken lecker… Küssen… da war ja noch was. Gefühlsmäßig sah es genauso aus. Gegen 6 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg. Er wohnte direkt 2 Straßen von mir entfernt, wie wir an dem Abend festgestellt haben.

„Ich muss jetzt hier links“, sagte ich.
„Und ich hier rechts.“, erwiderte er und nahm meine Hand.
„Alter, da geht heute Abend nichts!“ Schoss es im feinsten Bauern-Jargon aus mir heraus
„Was denkst du denn? Ich bin so was von voll, na klar geht da nix.“

Seine Wohnung ist super schön. Wir sahssen noch draußen auf seinem Balkon, sahen den Sonnenaufgang und legten uns dann völlig fertig irgendwann ins Bett.
10:15… Kapuze auf, Haare wieder völlig zerstört… verdammt immer noch keine Minihaarbürste aber diesmal war es wenigstens keine Fickfrisur.
Whats app offen… Düüüüüd… Hi mein Püppilein, es ist 10:15 ich mach gerade meinen ersten Polnischen. Ich habe bei Bene geschlafen. Nein es lief nix, aber war trotzdem lustig. Ich geh jetzt erst mal nach Hause, schlafen.
Melde mich später noch mal… tschöööö.
Wer weiß vielleicht werden wir ja noch Freunde.?

Was nehmen wir daraus mit?
Bier öffnen viele Türen nur nicht jede und es gibt auch Fickfrisuren ohne Sex dabei zu haben.

 

Eure Leany

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