Kapitel 18 Dance with me.

Juni 2017
Ich mach meine Zigarette aus.
Handy vibriert. Du bist es.
Mein Herz schlägt schneller.

Es ist fast 1 Uhr. Du fragst mich, ob ich noch rum komme.
Ich denk kurz nach. Denk an unsere letzten Treffen und ich verspüre die Sehnsucht nach dir, die Lust auf dich.
„Ja gut in einer halben Stunde bin ich da.“
Ich haste ins Bad, das übliche … Kurzer Check … Noch mal frisch machen.
Nuttenpaket fertig schnell eingepackt und los geht’s.

Vor deiner Tür. Hände nass, Herz rast und Nervosität steigt.
Kennen wir uns doch jetzt schon länger ist es trotzdem jedes mal wie beim ersten Date.
Was passiert wohl? Steht er auf mich? Und warum bin ich hier?
Du öffnest die Tür – lächelst und schaust so unfassbar gut aus.

Ich will dich sofort küssen, steh mir aber wieder mal selbst im Weg und schaff es gerade so dich zu umarmen.

Ein Glas Wein und noch eins. Reden und lachen. Du sitzt mir gegenüber und ich rücke näher zu dir.
Meine Hände auf deinen Beinen, wir schauen uns an wie zwei verknallte Teenies.
Raupen werden zu Schmetterlingen. Und dann küssen wir uns. Der Kuss, nach dem ich mich jetzt so lange wieder gesehnt habe. Endlich ist er da. Ich steh auf und die Gefühle steigern sich. Der Kuss wird stärker.

Vom Kuss zum Wein. Wissen wir ja nicht wo das mit uns hin führt. Ist es mehr als Sex? Mehr als eine Fickgeschichte? Dann spielst du diesen Song. Nimmst meine Hand und ziehst mich an dich. Wir tanzen eng zusammen. Ich spüre, wie mein Herz noch schneller schlägt wenn ich dir so nah bin. Wie du mich an dich ziehst und fest hältst. Wie du leise mit singst und mir ein Kuss auf den Kopf gibst. Deine Hand an meinem Rücken, die andere streichelt meine Wange und wir küssen uns. Es fühlt sich nach mehr an. Hältst mich fester und der Kuss steigert sich er wird wilder und plötzlich liegen wir auf de Couch.

Cut!

Mit Schlüppi und Socken kuscheln wir nun auf der Couch. Hände überall nur nicht über der Decke. Liebe diese vorsichtigen Berührungen. Wir genießen den Moment mit uns zu sein.

Der polnische ist mein Freund. Mit wenig schlaf mach ich mich auf den Heimweg.
Unter der Dusche kommt dann die blöde Zweifeltante vorbei und fragt mal kurz an:
Wo führt das ganze hin?

Aber muss es das immer? Natürlich nicht aber… was möchte ich?
Glücklich sein. Eine Liebe erleben, jeden Tag, die mich glücklich macht.
Und nicht diese kleinen Häppchen zwischendurch.

Warum mach ich das dann? Weil es manchmal die Hoffnung ist die einem dazu antreibt auch in solchen Situationen noch nach Glück und Liebe zu suchen obwohl man eigentlich ganz tief im Inneren weiß das dort nichts ist.

Weil der Frühling und der Sommer einen Lust auf mehr machen, auf Zweisamkeit auf zusammen sein und das vermiss ich sehr.

 

Eure Leany

 

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